
Die BMW Motorrad Helme tragen das Logo im blauen und weißen Kreis, aber ihre Herstellung basiert auf einem Netzwerk von spezialisierten Industriepartnern. Zu verstehen, wer diese hochwertigen Helme entwirft und montiert, ermöglicht eine bessere Einschätzung ihrer tatsächlichen Qualität, über das Prestige der Marke hinaus.
Herstellung der BMW Helme: die Schlüsselrolle des Partners LS2
BMW Motorrad besitzt keine eigene Fabrik zur Produktion von Helmen. Die bayerische Marke überträgt die Herstellung an Drittanbieter, gemäß einem Lastenheft, das sie definiert und kontrolliert. Dieses Modell ist in der Motorradindustrie üblich: Ducati, Harley-Davidson oder Triumph funktionieren auf ähnliche Weise für ihr Zubehör.
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Seit 2023 ist LS2 Helmets der Hauptpartner von BMW Motorrad für die Produktion von Helmen. Dieser Hersteller chinesischen Ursprungs, der in Spanien ansässig ist, verfügt über massive industrielle Kapazitäten und beliefert bereits mehrere Marken unter Lizenz. Die Partnerschaft umfasst das Design der Schalen, die Montage der Innenausstattungen und die Integration der Belüftungssysteme.
Um das Thema zu vertiefen, können Sie die BMW Motorrad Helme auf Junior Car konsultieren, die die verschiedenen Modelle und deren Herkunft detailliert beschreibt.
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BMW behält die Kontrolle über das Design, die Materialien der Schale (Kohlefaser, Glasfaser) und die Sicherheitsanforderungen. Jedes Modell durchläuft das Motorrad-Entwicklungsbüro in München vor der Validierung. Das Ergebnis: ein Helm, der von BMW entworfen und von einem Spezialisten für Serienproduktion hergestellt wird.

Norm ECE 22.06 und Sicherheit: was sich für die BMW Helme ändert
Seit März 2025 entspricht die gesamte Produktpalette von BMW Motorrad der Norm ECE 22.06. Diese Zertifizierung ersetzt die alte ECE 22.05 und verlangt deutlich anspruchsvollere Tests.
Haben Sie schon die Angabe “22.06” auf dem Etikett eines neuen Helms bemerkt? Sie garantiert, dass das Modell oblique Aufpralltests unterzogen wurde, zusätzlich zu den klassischen linearen Stößen. Diese obliquen Tests simulieren das Gleiten auf Asphalt, ein häufiges Szenario bei Motorradunfällen.
Die Norm 22.06 verlangt auch die Validierung der integrierten Zubehörteile: Sonnenblende, Kommunikationssystem, Kamerahalterung. Ein BMW Helm, der mit einem Bluetooth-Intercom ausgestattet ist, wird mit diesem Zubehör getestet, nicht nur mit der nackten Schale.
- Oblique Aufpralltests, die eine Drehung des Kopfes auf dem Boden simulieren, die in der alten Norm fehlten
- Obligatorische Validierung jedes Zubehörs, das am Helm montiert ist (Visier, Sonnenblende, Intercom)
- Erweiterter Testbereich, der den Kinnschutz von Klapphelmen abdeckt, ein historischer Schwachpunkt
Für Klapphelme wie das System 8 hat diese Entwicklung eine direkte Konsequenz: der Kinnschutz wird jetzt sowohl in geschlossener als auch in offener Position getestet. Die alten Klapphelme, die nach 22.05 zertifiziert waren, unterlagen dieser Anforderung nicht.
Kohlefaser-Schale und Aerodynamik: die Technologie der BMW M Series Helme
Die M Pro Race Reihe stellt den technischen Höhepunkt des BMW Angebots dar. Ihre Schale aus Kohlefaser reduziert das Gesamtgewicht und behält gleichzeitig eine hohe Steifigkeit bei. Kohlefaser ermöglicht auch die Gestaltung schlanker Formen, was sich direkt auf das aerodynamische Verhalten auswirkt.
Warum diese Materialwahl? Kohlefaser absorbiert die Energie eines Aufpralls besser als Glasfaser bei gleicher Dicke. Die Schale kann daher dünner sein, was den Helm leichter macht, ohne den Schutz zu beeinträchtigen.

Die BMW M Series Helme verfügen über eine Schale, die für hohe Geschwindigkeiten optimiert ist, mit weniger Vibrationen als konkurrierende Modelle wie der Shoei Hornet ADV. Dieser Fortschritt resultiert aus der Zusammenarbeit zwischen BMW Motorrad und den Teams, die im MotoGP-Wettbewerb engagiert sind, wo die aerodynamischen Anforderungen maximal sind.
Das Profil der Schale wird im Windkanal bearbeitet, um die Turbulenzen im Nacken- und Schulterbereich zu minimieren. Ein Helm, der weniger Auftrieb erzeugt, belastet den Fahrer auf langen Autobahnfahrten weniger. Diese aerodynamische Arbeit spiegelt sich auch im Geräuschpegel wider: die Geräuschreduzierung resultiert vor allem aus der Form der Schale, nicht nur aus den Innenpolstern.
Integrierte IoT-Sensoren: der nächste Schritt bei vernetzten Motorradhelmen
Der neueste Ansatz in der Entwicklung der hochwertigen BMW Helme betrifft die Integration von IoT-Sensoren (Internet der Dinge) direkt in die Struktur des Helms. Ziel ist es, den Verschleißzustand in Echtzeit zu überwachen und den Fahrer zu alarmieren, wenn der Helm nicht mehr seine optimalen Schutzeigenschaften erfüllt.
Ein Motorradhelm verschlechtert sich unsichtbar. Die Polster verlieren ihre Dichte, die Schale kann nach einem leichten Aufprall Mikrorisse ansammeln. Ohne Sensor hat der Fahrer keinen zuverlässigen Indikator außer dem Alter des Helms.
In den Polstern integrierte Sensoren messen die Restkompression der Schaumstoffe und erkennen auch leichte Stöße. Diese Daten werden an eine mobile Anwendung übermittelt, die den Zustand des Helms in Form eines Schutzscores anzeigt. Wenn der Score unter einen definierten Schwellenwert fällt, erhält der Fahrer eine Austauschbenachrichtigung.
- Drucksensoren im Innenpolster zur Verfolgung des Absenkens der Schaumstoffe im Laufe der Monate
- Miniaturbeschleunigungsmesser, der Stöße erkennt, selbst solche, die der Fahrer nicht wahrgenommen hat
- Datenübertragung per Bluetooth an die BMW Motorrad Connected App
- Vollständige Historie der erlittenen Stöße einsehbar, nützlich beim Weiterverkauf des Helms
Diese Technologie ist bei konkurrierenden Herstellern noch wenig verbreitet. Die meisten Marken beschränken sich auf integrierte Kommunikations- oder Navigationssysteme, ohne das Thema Verschleißüberwachung anzugehen. BMW Motorrad positioniert den Helm als aktives Sicherheitselement, nicht als einfaches passives Zubehör.

Die Wahl eines hochwertigen BMW Helms basiert auf drei konkreten Säulen: einem kontrollierten Industriepartner mit LS2, einer ECE 22.06-Zertifizierung, die reale Unfall-Szenarien abdeckt, und Materialien aus dem Wettbewerb. Die Einführung von IoT-Sensoren fügt eine Überwachungsebene hinzu, die der Markt bei anderen Marken noch nicht serienmäßig bietet. Das BMW-Logo auf einem Helm ist nicht nur ein Marketingargument, es ist das Ergebnis eines dokumentierten Ingenieurprozesses von Anfang bis Ende.